Bei der „Stippvisite“ im Kirchenkreis Duisburg von Dr. Thorsten Latzel, dem Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, war „Wandel“ das verbindende Thema der drei Stationen des Besuchstags in Duisburg.
Der Tag begann mit einem Hafenbesuch und einer Schiffsfahrt auf der Karl Jarres, wo Christian Negele von der Duisburger Hafen AG eindrücklich das große Räderwerk der Logistik beschrieb und Wege zur Klimaneutralität des weltgrößten Binnenhafens aufzeigte.
Beim Dialogforum „Zukunft der Kirche“ im Meidericher Gemeindezentrum ging es ebenfalls um Wandel: Präses Latzel hörte im Austausch mit Synodalen und weiteren Engagierten aus dem Evangelischen Kirchenkreis Duisburg von den Plänen zum „Wirken mit Weniger“ und den notwendigen Einschnitten auf Kirchenkreisebene: mindestens 800.000 Euro werden schon in fünf Jahren bei den gemeindeübergreifenden Aufgaben fehlen.
Auf einer weiteren Station der Duisburger Stippvisite berichtete Marco Gasse vom HKM-Betriebsrat vom großem Veränderungsdruck und der schwierigen Situation in der Stahlindustrie, die nicht nur die Beschäftigten mit großer Sorge sehen. Präses Latzel betonte: „Der Wandel muss sozial verträglich, und er muss ökologisch verträglich sein.“ Duisburg stehe für eine lange Tradition erfolgreicher hochwertiger Stahlproduktion unter sich immer wieder neu wandelnden Bedingungen. „Es kommt darauf an, auch in Zukunft an dieser Erfolgsgeschichte anzuknüpfen.“ Die Evangelische Kirche im Rheinland habe ein großes Interesse daran, dass in dem anstehenden Wandel die Perspektive der Region aber auch der Mitarbeitenden Berücksichtigung finden.
Wandel könne nur dann wirksam sein, wenn die Menschen auf diesem Weg mitgenommen werden. Dies sei ein für ihn wertvolles Fazit, das er von allen drei Duisburger Besuchsorten mitnehme, sagte Präses Latzel zum Ende eines konzentrierten Besuchstages in Duisburg.
Das Bild zeigt Präses Dr. Latzel im Gespräch mit Marco Gasse, Betriebsrat bei HKM, Foto: Rolf Schotsch
