Der Konzentrationsprozess „Wirken mit Weniger“ zur Zukunft kreiskirchlicher Einrichtungen und Werke steht nach wie vor im Mittelpunkt der Tagungen der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg. Die Mitglieder des Kirchenparlamentes beschlossen auf der Frühjahrstagung am letzten Wochenende, dass das Evangelische Bildungswerk (EBW) in eine gemeinnützige GmbH überführt werden soll. Das Kirchenparlament folgt damit der Empfehlung der Arbeitsgruppe, das EBW nicht wie zuerst geplant sofort in die Diakoniewerk Duisburg GmbH zu integrieren, sondern eine Ausgründung des EBW als gGmbH vorzunehmen. Einerseits werde das EBW als Bildungseinrichtung wirtschaftlich und konzeptionell gestärkt. Zudem werden die betrieblichen Strukturen an andere Sozialunternehmen angepasst. „Eine engere Verbindung mit der Diakonie und anderen kreiskirchlichen Unternehmungen bleibt möglich und besteht weiterhin als Ziel – jedoch zu einem späteren Zeitpunkt“ hieß es in der Beschlussvorlage. Die Geschäftsführung des EBW wird beauftragt, alle für die Gründung erforderlichen Schritte und rechtlichen Voraussetzungen vorzubereiten und die notwendigen Unterlagen auszuarbeiten. Sollte die Synode bereits auf ihrer Novembertagung 2026 den Gesellschaftsvertrag beschließen, könnte die gGmbH im Januar 2027 an den Start gehen.
Die Evangelische Beratungsstelle Duisburg Moers könnte zum 1. Januar 2028 in diakonische Trägerschaft überführt werden. Die Duisburger Synode befürwortete auf ihrer aktuellen Tagung, dass der Vorstand der Beratungsstelle diese Möglichkeit weiter prüft. Ebenso befürworten die Abgeordneten des Kirchenparlaments, dass dazu Gespräche zwischen den Kirchenkreisen Moers und Duisburg sowie der Grafschafter Diakonie und der Diakoniewerk GmbH weiter fortgeführt werden.
Vor Beratungsende zückten die Synodalen ein letztes Mal ihre Stimmkarten und besetzen durch ihre Voten einige Fachausschüsse. Sie wählte zudem Pfarrerin Sabine Schmitz zur Stellvertretung der theologischen Abgeordneten der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland. Theologische Abgeordnete des Duisburger Kirchenkreises für die Landessynode ist Pfarrerin Dörthe Lahann. Ihre Stellvertreterin war bislang Pfarrerin Esther Immer, die inzwischen in die Pfarrvertretung gewählt wurde.
Zur nächsten Tagung kommt die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg am 6. und 7. November 2026 zusammen.
Infos zum Evangelischen Kirchenkreis Duisburg, den Gemeinden und Einrichtungen gibt es im Netz unter www.kirche-duisburg.de.
Stichwort Kreissynode: Die Kreissynode leitet den Kirchenkreis. Die Kreissynode setzt sich zusammen aus Pfarrerinnen und Pfarrer, gewählten Presbyterinnen und Presbyter, die von den einzelnen Kirchengemeinden als Delegierte entsandt werden, sowie berufenen Mitgliedern. Laut Kirchenordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland dürfen Theologen in einer Kreissynode nicht in der Mehrzahl sein. Die Kreissynode trifft sich in der Regel zweimal im Jahr und tagt ein oder zwei Tage.
Hier ist die Andacht nachzulesen, die Pfarrer Jens Storm am Synodensamstag gehalten hat.
