Rote Bank in Salvator setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Am Internationalen Frauentag, der in diesem Jahr auf Sonntag, den 8. März fällt, wird eine rote Bank im Mittelpunkt des Gottesdienstes um 10 Uhr in der Marienkirche, Josef-Kiefer-Straße 10, stehen und mit ihr das Tabu-Thema „Gewalt an Frauen“ in den Vordergrund rücken. Nach dem Gottesdienst wird die Bank für zwei Wochen in der Salvatorkirche dienstags bis samstags von 10 Uhr bis 17 Uhr im Rahmen der „Offenen Kirche“ zu sehen sein. Die Bank wird dort auch daran erinnern, dass durchschnittlich jede vierte Frau in ihrem Leben Gewalt erfährt.

Die Idee der roten Bank geht zurück auf die Aktion „Panchina rossa“ aus Italien, sie steht seit 2016 in öffentlichen Räumen als Symbol gegen häusliche Gewalt an Frauen. Die Rote Bank in Duisburg haben Frauen des Evan¬gelischen Frauenhauses in Duisburg gestaltet. Sie gestalten auch den Gottesdienst in der Marienkirche mit Pfarrer Martin Winterberg mit. Mit dem Gottesdienst in der Marienkirche und der Ausstellung der Bank in Salvator möchten sie das Thema „Gewalt gegen Frauen“ aus der Tabuzone rücken und für mehr Aufmerksamkeit in der Gesellschaft sorgen.

Das Frauenhaus Duisburg wurde 1978 gegründet und ist Deutschlands ältestes evangelische Frauenhaus. Hier werden Frauen mit und ohne Kindern Schutz und Zuflucht bei häuslicher Gewalt jedweder Art geboten. Sie erfahren hier durch sieben Mitarbeiterinnen Betreuung, um ihre Gewalterfahrungen zu verarbeiten und neue Perspektiven für ihre eigene Zukunft zu entwickeln. Das Frauenhaus verfügt über elf Zimmer mit 28 Plätzen und ist queer-freundlich. Erreichbar ist das Haus unter der Duisburger Telefonnummer 02303 / 370073. Mehr Infos gibt es unter www.frauenhaus-duisburg.de, zu Gemeinde unter www.ekadu.de.

 

  • 02.03.2026
  • Rolf Schotsch
  • Rolf Schotsch