Düsseldorf. Eine Woche nach dem Auftakt in Saarbrücken feiert die Ausstellungsreihe „Einsam. Gemeinsam. Mut zum Sein.“ der Evangelischen Kirche im Rheinland am Freitag, 25. September, Vernissage in Düsseldorf. In der Johanneskirche am Martin-Luther-Platz stellt die deutsch-italienische Künstlerin Patrizia Casagranda in ihrem Beitrag unter dem Titel „Embrace your Power“ dabei Mädchen und Frauen ins Zentrum. An der Eröffnung ab 19 Uhr nimmt auch Präses Dr. Thorsten Latzel teil. Insgesamt sind an dem Projekt drei Künstlerinnen in Kirchen in Saarbrücken, Düsseldorf und Essen beteiligt (s. Pressemitteilung 56/2026 vom 2. September).
„Gott hat uns als Menschen füreinander geschaffen. Wir sind soziale Wesen und nicht dazu bestimmt, vereinzelt zu leben“, sagt Präses Latzel zu dem Ausstellungstitel. „Doch auch wer einsam ist, ist niemals gottverlassen. Wir glauben als Christen daran, dass Gott bei uns ist, gerade auch in Momenten letzter Einsamkeit, und dass wir dazu berufen sind, einander zu besuchen. Kunst kann auf ihre Weise sichtbar machen, was uns miteinander verbindet.“ Es sei großartig, dass diese Ausstellung das gesellschaftlich wichtige Spannungsfeld von Einsamkeit und Gemeinsamkeit ausleuchte. „Ich freue mich auf die Begegnung mit den beteiligten Künstlerinnen.“
Alle drei Künstlerinnen in der Düsseldorfer Johanneskirche anwesend
Düsseldorf ist die einzige Vernissage, bei der alle drei Künstlerinnen anwesend sein werden: neben Patrizia Casagranda auch Gertrud Riethmüller, die noch bis zum 1. November in der Johanneskirche in Saarbrücken ihre Installation „Zwischen Himmel und Erde“ zeigt, und Diana Ramaekers, die vom 26. September bis 17. Oktober in der Marktkirche Essen die Installation „Revealing the Light“ präsentiert. Hinter den Werken aller eingeladenen Künstlerinnen steht letztlich die grundlegende Frage danach, was der Mensch ist. Die Ausstellung in Düsseldorf ist bis zum 8. November zu sehen und dienstags bis samstags von 12 bis 18 Uhr geöffnet.
Stichwort: Kunstprojekte in der Evangelischen Kirche im Rheinland
Seit 2017 hat die rheinische Kirche bisher vier Kunstausstellungen organisiert: Für „reFORMation transFORMation“ gestalteten elf Künstler*innen ihre Vision einer Kir-che von morgen. 2019/20 beteiligten sich sieben Künstler*innen an der Wanderausstellung „und … Licht“. 2022 folgte die Ausstellungsreihe „RUACH – Atem.Wind.Geist.“ mit Werken von fünf Kunstschaffenden. 2024 schließlich wirkten sieben Künstlerinnen und Künstler an der Ausstellungsreihe „Apokalypse“ mit.
