Nachrichtenüberblick

  • Rolf Schotsch

Auf dieser Seite sind Nachrichten aus dem Bereiche der evangelischen Kirche und Diakonie in chronologischer Reihenfolge – ohne Fotos – zu finden; diese gibt es hier:

Pressemitteilungen mit Fotos.

 

Und hier gibt es Infos zu den Gottesdiensten und hier geht´s zum Veranstaltungskalender.

 

++++Nachrichtenüberblick++++

 


 

Ein fröhliches Miteinander bei der „Ferienkirche unterwegs“
Gäste aus dem Duisburger Norden begeistert von und in Mettmann

(4.9.2026)

Die Sommerausflüge der Evangelischen Kirchengemeinde Neumühl haben eine jahrzehntelange Tradition. In diesem Jahr waren mit der „Ferienkirche unterwegs“ über 60 erwartungsvolle Menschen aus dem Duisburger Norden zu Gast in der Evangelischen Kirchengemeinde Mettmann, wo die langjährige Neumühler Pfarrerin Anja Buchmüller-Brand ihren neuen Wirkungskreis gefunden hat.

Es war ein erlebnisreicher, ein- und mitnehmender und betont „leckerer“ Tag. Nach dem gemeinsamen Gottesdienst mit Pfarrerin Buchmüller-Brand und einer interessanten Führung durch die historische Mettmanner Kirche an der Freiheitsstraße mit Kirchmeister Markus Diehl gab es im dortigen Gemeindehaus ein von der Neumühler Küchencrew vor Ort frisch zubereitetes Ruhrgebiets-Buffet unter dem Motto „Der Pott bittet zu Tisch“. Dabei wurden die Neumühler bestens von den Mettmanner Küsterinnen Jutta Brandt und Susann Bürger unterstützt.
Eingeladen dazu war auch die Mettmanner Gemeinde, die von der Reichhaltigkeit des Buffets mit Vor-, Haupt- und Nachspeisen begeistert war wie auch von der „Tafelmusik“ auf dem Akkordeon des Neumühler Gemeindeorganisten Silvester Pece.

Nach dem Essen und einer kleinen Erkundung der Umgebung stand für die Duisburger „Nordlichter“ noch das Kaffeetrinken bei selbst gebackenem Kuchen an, ehe der Bus zurück nach Neumühl fuhr. Fazit: Sowohl die Gastgeber in Mettmann als auch die Gäste aus dem Duisburger Norden waren dankbar und höchst angetan von einem wunderschönen, leckeren, gemeinsamen Tag.

Text: Reiner Terhorst

 

 


 

Kirchenkneipe in Neudorf… diesmal mit Jamsession zum Mitmachen
Gemeinde lädt zum Auspannen ein

(4.9.2026)

Am Freitag, 18. September 2026 gibt es in der Evangelischen Kirchengemeinde Hochfeld-Neudorf eine gute Gelegenheit zum Auspannen und zum gemütlichen Wochenausklang: Um 18 Uhr geht es in Gemeinschaft mit anderen beim Klönen um Gott und die Welt, denn im Gemeindezentrum an der Gustav-Adolf-Str. 65 öffnet wieder die Kirchenkneipe. Zu dieser Sonderausgabe gibt es Live-Musik: Wer sich einmal vor Publikum ausprobieren möchte, kommt zur Bühne, denn dort stehen Mikros, Akustikgitarre, Schlagzeug, Bass, Klavier und Cajón bereit. Zu jeder halben Stunde öffnet sich die Bühne für eine kurze Session. Wer mag, bringt gerne auch das eigene Instrument mit (Rückfragen an andreas.kessel@ekir.de). Engagierte, die die Aktion vorbereiten, laden herzlich zur Begegnung ein. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.hochfeld-neudorf.de.

 


 

Gemeinde lädt zum Eltern-Kind-Frühstück

(4.9.2026)

Die Evangelische Kirchengemeinde Obermeiderich lädt Eltern, die früher mit ihrem Nachwuchs zu den Miniclubs der Gemeinde kamen, zu einem Eltern-Kind-Frühstück ein, bei dem es für die Großen und die Kleinen zwischen 0 und sieben 7 Jahren kurzweilig und lecker zugeht. Diese Runde erweitert die Gemeinden und lädt Mamas, Papas, Omas, Opas und alle, die Lust zum Austausch über das Leben mit dem Nachwuchs haben, mit den Kindern zum nächsten Treffen ein. Geschlemmt wird am 19. September 2026 von 9 bis 11.30 Uhr im Gemeindezentrum an der Emilstraße. Die Teilnahme ist kostenfrei, doch Diakonin Gisela Rastfeld bitte um Anmeldung bis zum 15. September (0157 3911 7304 oder grastfeld@obermeiderich.de) damit alles gut vorbereitet werden kann und von allem genug da ist. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.obermeiderich.de.

 


 

Europäische und lateinamerikanische Rhythmen bei der „Misa de Solidaridad“
Chor „Soul, Heart & Spirit“ und Leiter laden wieder zum Mitsingen ein

(4.9.2026)

Die Mitglieder des Chores „Soul, Heart & Spirit“ und dessen Leiter Lothar Rehfuß haben sich auch für diesen Herbst ein Musikprojekt ausgesucht, von dem sie wissen, dass dieses schon beim Proben in Gemeinschaft viel Freude machen wird. Daran möchten sie Menschen ab 16 teilhaben lassen und laden sie herzlich zum Mitsingen ein. Vorkenntnisse sind nicht zwingend. Die Singfans üben die „Misa de Solidaridad“ des Komponisten Thomas Gabriel ein. Das Werk verbindet europäische und lateinamerikanische Rhythmen und Klänge handelt von Frieden, Gerechtigkeit und der Bewahrung der Schöpfung.

Ab dem 29. September kommen Chormitglieder und interessierte Mitsingende dienstags immer um 20 Uhr im BBZ an der Gnadenkirche Wanheimerort zusammen. Am Schluss stehen die Aufführungen am 31. Oktober in der Evangelischen Kirche in Huckingen und die am 15. November in der Wanheimer Kirche. Um genügend Notenmaterial bestellen zu können, bittet Chorleiter Lothar Rehfuß um Anmeldungen bis zum 25. September (Tel. 01573-1056500 oder lothar.rehfuss@gmail.com).

 


 

Superintendent Dr. Urban erinnert an die rechtsextremen Ausschreitungen in Hoyerswerda vor 35 Jahren

(4.9.2026)

Vor 35 Jahren griff ein Mob aus Neonazis und Anwohnern in Hoyerswerda tagelang ein Wohnheim für Vertragsarbeiter aus Mosambik und Vietnam sowie eine Unterkunft für Asylbewerber mit Steinen, Eisenstangen und Brandsätzen an. Pfarrer Dr. Christoph Urban erinnert in seinem Videostatement daran, dass die Täter fast ungeschoren davon kamen, und Hoyerswerda nur Auftakt einer Welle rassistischer Gewalt im wiedervereinigten Deutschland war, die mit weiteren Ortsnamen verbunden war, wie Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen. Der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg erinnert im Video den Bibelsatz „Einen Fremdling sollst du nicht bedrängen; denn ihr wisst um der Fremdlinge Herz, weil ihr auch Fremdlinge in Ägyptenland gewesen seid.“ Und er fügt hinzu: „Das ist Mahnung, das ist Auftrag. Und das ist vor allem bleibend aktuell.“

Zu sehen ist das Video auf dem Youtubekanal „Evangelisch in Duisburg“. Infos zum Kirchenkreis, den Gemeinden und Einrichtungen gibt es im Netz unter www.kirche-duisburg.de.

Hier ist der Redetext des Videostatements:

Vor 35 Jahren, im September 1991, wurde in Hoyerswerda ein Flüchtlingsheim angegriffen mit Steinen, Flaschen, Molotowcocktails und Feuerwerkskörpern. Tagelang. Und Menschen standen davor. Applaudierten. „Ausländerfrei“ – so nannten sie das hinterher. Das Unwort des Jahres.

Der Staat knickte ein. Das Wohnheim wurde geräumt. Die Täter kamen fast ungeschoren davon. Hoyerswerda war der Auftakt einer Welle rassistischer Gewalt im wiedervereinigten Deutschland, die mit weiteren Ortsnamen verbunden ist, wie Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen.

In der Bibel steht ein Satz: „Einen Fremdling sollst du nicht bedrängen; denn ihr wisst um der Fremdlinge Herz, weil ihr auch Fremdlinge in Ägyptenland gewesen seid.“ Das ist Mahnung, das ist Auftrag. Und das ist vor allem bleibend aktuell.

 


 

Jubiläumskonfirmation für Leute aus Hochfeld und Neudorf

(3.9.2026)

Den 18. Oktober sollten sich ehemalige Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Neudorf und Hochfeld freihalten. Darum bittet die Evangelische Kirchengemeinde Hochfeld Neudorf, wenn Jubilarinnen und Jubilare im Festgottesdienst und anschließendem frohen Wiedersehen dabei sein möchten. Gefeiert werden soll die Erinnerung an die Konfirmation, die vor 50, 60, 65 Jahren oder früher war, im Festgottesdienst um 11 Uhr im Gemeindezentrum Wildstraße 31. Zur guten Planung sind Anmeldungen bis zum 18. September notwendig: bei Gemeindesekretärin Michaela Gräfe(Mail: gemeindebuero.hochfeld-neudorf@ekir.de oder Tel.: 0203 / 353149). Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.hochfeld-neudorf.de.

 


 

Lothar Koopmann zu Gast beim Literaturabend in Untermeiderich

(3.9.2026)

Die Evangelische Kirchengemeinde Duisburg Meiderich lädt zum nächsten kulturellen Leckerbissen in das Begegnungscafé „Die Ecke“, Horststr. 44a: Dort ist am 15. September um 19 Uhr Lothar Koopmann zu Gast. Er liest aus seinem Buch „Mission Marathon – Wie ich kein Superläufer wurde“: Darin beschreibt er mit viel Humor und Selbstironie, wie er als unsportlicher Mensch seinen Weg zum Sport fand mit viel Anstrengung und Freude am Training und noch mehr Augenzwinkern. Interessierte sind herzlich zum Literaturabend eingeladen, der Eintritt ist frei. Mehr Infos hat Yvonne de Temple-Hannappel, die Leiterin des Begegnungscafés (Tel. 0203 45 57 92 70, E-mail: detemple-hannappel@gmx.de). Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.kirche-meiderich.de.

 


 

Würfel, Karten, Knabbereien
Rheingemeinde lädt zum Spieleabend nach Wanheim

(3.9.2026)

Am 14. September 2026 ist wieder Spieleabend in der Evangelischen Rheingemeinde Duisburg. Fans von Würfel-, Karten- und Gesellschaftsspielen treffen sich diesmal um 17 Uhr in der Wanheimer Kirche, Friemersheimer Straße – Ecke Wanheimer, um gemeinsam bei Knabbereien und Getränken viel Spaß zu haben beim Würfeln, Kartenkloppen und Knobeln. Highlights sind z.B. „Sky-Jo“, „Dogs“, „Quixx“ oder „Uno Flip“, aber auch andere Spiele sind gerne gesehen. Anmelden muss sich niemand. Wer mag, darf sein Lieblingsspiel mitbringen und es den anderen vorstellen. Mehr Informationen gibt es bei Ute Theisen, 0177/8066048, ute.theisen.1@ekir.de.

 


 

Singnachmittage mit Popkantor Daniel Drückes in Wanheim und Wanheimerort

(3.9.2026)

Musiker und Popkantor Daniel Drückes lädt alle, die Lust auf gemeinsames Singen in gemütlicher Runde in der Evangelischen Rheingemeinde Duisburg haben, zweimal im Monat zum Mitmachen ein. Das nächste Singen in Gemeinschaft gibt es am 16. September 2026 um 14 Uhr im Gemeindehaus Wanheimerort, Vogelsangplatz 1; der zweite Singnachmittag in diesem Monat startet am 17. September 2026 um 15 Uhr in der Wanheimer Kirche, Wanheimer Str. 661. Auf dem Programm stehen wie immer bekannte Lieder, Popsongs und Evergreens. Zwischen dem Singen ist Platz für Kaffee und Kekse. Die Idee zu den Musiknachmittagen zum Mitmachen hatte Daniel Drückes gemeinsam mit Ehrenamtskoordinatorin Maria Hönes: Mit dem zusätzlichen Angebot gilt es ältere und junge Menschen beim Singen zusammen zu bringen, ganz nach dem Motto „Singen verbindet Generationen“. Mitsingen darf jede und jeder.

 


 

Durchblicke-Gottesdienst zur Frage „Wer oder was bin ich?“

(2.9.2026)

Das Team um Hans-Bernd Preuß hat ein neues Thema für den nächsten „Durchblicke-Gottesdienst“ vorbereitet und lädt zur Feier herzlich in die evangelische Kirche Duisburg Obermeiderich, Emilstraße 27, ein. Dort geht es am 13. September 2026 um 18 Uhr unter dem Titel „Wer oder was bin ich?“ um die Frage, wie Menschen sich selbst sehen, sich selbst erleben und was sie für andere in ihren sozialen Bezügen bedeutet. Welche Rolle der Glaube an Gott dabei spielt, ist zentrale Frage in dem Gottesdienst. Auch über sie soll in Gemeinschaft nachgedacht werden. Helfen werden dabei ein Text aus der Bibel, Impulse und Musik. Nach dem Gottesdienst ist wie immer Gelegenheit, bei Abendessen und Getränken gute Begegnungen miteinander zu erleben. Auch dazu lädt das Durchblicke-Team herzlich ein. Weitere Infos zum Gottesdienstformat gibt es im Netz unter www.obermeiderich.de/durchblicke.

 


 

Rat und Hilfe für wohnungslose Menschen

Pressemitteilung 2..9.2026, www.diakoniewerk-duisburg.de

Jeder Mensch, der von Wohnungslosigkeit betroffen oder bedroht ist, hat seine eigene Geschichte. Entsprechend vielfältig müssen die Beratungs- und Hilfsangebote sein. Die Hilfe für wohnungslose Menschen ist nicht nur eine staatliche Aufgabe, sie ist auch eine gesellschaftliche Aufgabe. Was bedeutet das für eine Stadt wie Duisburg? Am „Tag der Wohnungslosen“ wollen das Diakoniewerk Duisburg, die Ökumenische Bahnhofsmission und der Verein „Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e.V.“ auf die Situation der Betroffenen aufmerksam machen und über ihre Angebote informieren. Es gibt u.a. einen Informationsstand in der Innenstadt, verschiedene Einrichtungen haben ihre Türen für interessierte Gäste geöffnet und politische Vertreterinnen und Vertreter sind zu einem Mittags-Impuls eingeladen.

Wohnungslosenhilfe in Duisburg – Wo stehen wir?

Als das Diakoniewerk Duisburg 1979 gegründet wurde, schrieb die Neue Ruhr Zeitung (NRZ) am 10.4.1979: „Die neue Gesellschaft … hat den Zweck, Einrichtungen zu unterhalten und zu betreiben, in denen ausgestoßene und isoliert lebende Menschen mit vorwiegend psychosozialen Störungen… durch Unterkunft, Betreuung und therapeutische Angebote Hilfe erhalten können. Im Mittelpunkt steht dabei das Ziel, diesen Personen wieder eine Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen…“ Der Auftrag ist heute noch aktuell, doch die Hilfe hat sich stark verändert. In den 70er Jahren gab es fast ausschließlich Angebote für Männer, heute sind Männer, Frauen, junge Erwachsene und queere Personen gleichermaßen im Blick. Aus Gruppenunterkünften mit Stockbetten wurden Wohngebäude mit Einzelappartements und Wohngemeinschaften. So wie sich die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Duisburg verändern, so wie sich die Bevölkerung verändert, so passt sich auch das System der Wohnungslosenhilfe immer wieder an – regelmäßig auch mit wissenschaftlicher Begleitung. Das Diakoniewerk Duisburg ist aktuell gemeinsam mit der Stadt für die Beratung und Unterbringung von wohnungslosen Menschen zuständig in enger Vernetzung und Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland, dem jobcenter Duisburg, dem Suchthilfeverbund Duisburg sowie Pflege-/ Gesundheitseinrichtungen und weiteren Partnern wie z.B. dem Verein „Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e.V.“.

Das Angebot umfasst Beratung in allen Fragen rund um Amtsgänge, Wohnungssuche, Schuldnerberatung, Lebensperspektiven etc., bei Bedarf eine unmittelbare Soforthilfe mit Schlafsäcken, Kleidung, Getränken, Essen, Postadresse und Duschmöglichkeit sowie langfristig eine konkrete Vermittlung in Wohnangebote und reguläre Mietverhältnisse. Hier kann das Diakoniewerk auch intern auf Unterstützung zurückgreifen z.B. bei der Schuldnerberatung, Suchtberatung, Flüchtlingsberatung etc.

Zahlen – Daten – Fakten

Es gibt zahlreiche, zum Teil sehr unterschiedliche Statistiken zum Thema Wohnungslosigkeit – wobei die Menschen, die auf der Straße schlafen, hier kaum berücksichtigt werden. Nach Angabe des statistischen Bundesamtes waren zum Stichtag 31. Januar 2025 in Deutschland rund 474 700 Personen wegen Wohnungslosigkeit untergebracht, in NRW ca. 118.000 Menschen. Das statistische Landesamt NRW verzeichnet am gleichen Stichtag 2.880 untergebrachte wohnungslose Personen in Duisburg. Im Bereich der Wohnungslosenhilfe wurden im Laufe des Jahres 2025 ca. 1.200 Nutzer*innen in der Zentralen Anlauf-, Beratungs- und Vermittlungsstelle (ZABV) des Diakoniewerks Duisburg fachlich beraten, 32.500 Kontakte hat die Ökumenische Bahnhofsmission erfasst, ca. 350 Personen wurden in den stationären Wohnformen des Diakoniewerks gezählt.

Yvonne Wagner, Leiterin des Fachbereiches „Beratung & Wohnen“ beim Diakoniewerk Duisburg fasst die aktuelle Entwicklung zusammen: „Die Zahl der Menschen, die in Duisburg von Wohnungslosigkeit betroffen oder bedroht sind, steigt. Die Dunkelziffer ist hoch, da die Anzahl der Menschen, die bei Bekannten oder auf der Straße schlafen, bislang nur geschätzt wird. Steigende Armut, Überalterung der Gesellschaft, Fluchtbewegungen gehören zu den aktuellen Herausforderungen unserer Arbeit. Wir möchten so viele Menschen wie möglich in Wohnraum vermitteln, aber die Suche dauert oft sehr lange. Gründe dafür sind beispielsweise steigende Mieten, Vorbehalte bei den Vermieterinnen und Vermietern, zu wenig angemessene, bezahlbare Wohnungen für Singles und/oder Familien. Ganz wichtig ist, dass Menschen in Not frühzeitig zu uns kommen, um einen Wohnungsverlust zu vermeiden.“

Gesellschaftlicher und kirchlicher Auftrag

Die Gründe für Wohnungslosigkeit sind sehr unterschiedlich. Häufige Auslöser sind Miet- und/oder Energieschulden, Konflikte im Wohnumfeld, Trennungssituationen, Ortswechsel, Haftstrafe, Sucht, Krankheiten und weitere private Schicksalsschläge sowie der Verlust der Unterstützung durch soziale Netzwerke. Pfarrerin Barbara Montag, Geschäftsführerin des Diakoniewerks Duisburg und Sprecherin der Diakonie Duisburg, betont: „Obdachlosigkeit kann jeden von uns treffen. Und in einer Demokratie, in einem Sozialstaat kann jeder von uns erwarten, dass wir in einer Notsituation Hilfe erfahren. Bei unserer Arbeit im Diakoniewerk steht die Würde des Menschen im Mittelpunkt – unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Religion, Einkommen etc. Wir verurteilen jede Form von Ausgrenzung und Isolation bestimmter Personengruppen. Auch Obdachlose gehören zur Stadtgesellschaft, auch sie haben ein Recht auf Teilhabe an der Gesellschaft.“ Das Diakoniewerk Duisburg gehört zur Evangelischen Kirche und hat einen klaren sozialen Auftrag. So ist es auch Tradition, dass Hilfsbedürftige in der Weihnachtszeit besonders im Fokus stehen. Am 18.12.2026 findet wieder die „Weihnachtsfeier für alle“ im AV Concept Store statt, am Heiligabend lädt die Ökumenische Bahnhofsmission herzlich zu einer Weihnachtsfeier mit Andacht ein. Die Ökumenische Bahnhofsmission ist mit 113 Jahren das älteste Angebot der Wohnungslosenhilfe.

An vielen Stellen wird die professionelle und ehrenamtliche Wohnungslosenhilfe in Duisburg von der Stadtgesellschaft unterstützt. Die Arbeit des Vereins „Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e.V.“ und der Ökumenischen Bahnhofsmission sowie der Betrieb des Streetwork- und Kontaktcafés pro kids im Diakoniewerk Duisburg sind nur möglich dank regelmäßiger Spenden und dank umfassender ehrenamtlicher Mitarbeit. Der Verein ist seit über 25 Jahren in Duisburg auf der Straße im Einsatz. Die Orte, an denen sich Menschen ohne festen Wohnsitz aufhalten und auch viele Betroffene sind dem Team des Vereins bekannt. Uwe Lonzeck, 1. Vorstandsvorsitzender von „Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e.V.“ erklärt: „Wir dürfen Menschen, die in Not geraten, nicht verurteilen. Jeder Stadtbesucher kann aktiv werden, wenn Wohnungslose auf der Straße Hilfe benötigen. Ein freundliches Wort wirkt schon sehr nachhaltig. Und natürlich freuen wir uns über jeden Euro, der für unsere Arbeit gespendet wird und wir sind dankbar für jede ehrenamtliche Mitarbeit. Aktuell suchen wir vor allem Ärzte/Ärztinnen und Krankenpfleger*innen, die uns bei unseren Einsätzen mit dem Medibus montags und/oder donnerstags ehrenamtlich unterstützen.“

Angebote am Tag der Wohnungslosen (11. September 2026)

Am 11. September wird die Duisburger Innenstadt wieder zur Partymeile – um 19:30 Uhr beginnt das Haniel Klassik Open Air Konzert. Nebenan auf dem Averdunk-Platz findet man von 11:00 bis 14:00 Uhr den Informationsstand von Diakoniewerk Duisburg, Ökumenischer Bahnhofsmission und dem Verein „Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e.V.“, der mit dem Kältebus und mit dem Medibus vor Ort ist. Hier gibt es Wasser, Kaffee, Gebäck, medizinische Beratung und Informationen zu den verschiedenen Hilfsangeboten. Mitarbeitende des Diakoniewerks (die an ihren Warnwesten #teamdiakonie erkennbar sind) sind in der Innenstadt unterwegs und verteilen Notfall-Rufnummern an Betroffene. Interessierte Besucherinnen und Besucher in der Stadt sind herzlich eingeladen, am Stand mit hauptamtlichen/ ehrenamtlichen Mitarbeitenden und Betroffenen ins Gespräch zu kommen. Pfarrerin Barbara Montag findet die Kombination sehr passend: „Das kostenlose Open Air Konzert ist ein wunderbares Geschenk für alle Menschen in Duisburg. Es trifft sich doch gut, dass wir an diesem Tag auch besonders an wohnungslose Mitmenschen denken. Rücken Sie einfach beim Konzert ein wenig zusammen und nehmen sie die Menschen von der Straße in Ihre Mitte.“

Von 9 bis 16 Uhr hat die Zentrale Anlauf-, Beratungs- und Vermittlungsstelle auf der Beekstraße 45a ihre Türen für interessierte Gäste geöffnet, die Ökumenische Bahnhofsmission ist wie gewohnt von 7:30 bis 19 Uhr geöffnet. Beide Standorte stellen an diesem Tag Getränke und Snacks bereit. Für die Klientinnen und Klienten, die im Diakoniewerk ambulant oder stationär betreut werden, gibt es eine Ralley zu verschiedenen Standorten mit abschließendem Imbiss. Kooperationspartner und politische Vertreterinnen und Vertreter sind um 12:30 Uhr zu einem gemeinsamen Austausch und Impuls ins Wolfgang-Eigemann-Haus für wohnungslose Männer eingeladen.

 

 


 

Klangfarben zwischen Barock und Tango
Konzert für Orgel und Akkordeon in der Neumühler Gnadenkirche

(2.9.2026)

Ein außergewöhnliches Konzerterlebnis erwartet Musikfans am Sonntag, 13. September, in der Neumühler Gnadenkirche, Obermarxloher Str. 40: Silvester Pece (Akkordeon) und Tiina Marjatta Henke (Orgel und Akkordeon) präsentieren im Rahmen der Kulturveranstaltungen der Evangelischen Kirchengemeinde Neumühl ein vielseitiges Programm, das musikalische Epochen und Stile auf eindrucksvolle Weise miteinander verbindet.

Werke von Antonio Vivaldi, Johann Sebastian Bach und César Franck treffen auf selten gespielte Kompositionen – wie das Konzert für Orgel und Akkordeon von Pedro José Blanco – sowie Musik von Alexander Borodin. Zu hören sind auch Bearbeitungen aus Vivaldis berühmten „Vier Jahreszeiten“, Bachs lyrische „Air“ sowie ein ausdrucksstarkes Orgel-Solostück.

Der zweite Teil des Konzerts entführt das Publikum in die Welt der folkloristischen Musiktraditionen mit Liedern aus Russland und Ungarn für zwei Akkordeons. Zu hören ist auch der berühmteste finnische Tango „Satumaa“.

Das Konzert – Beginn ist um 15 Uhr – verspricht eine faszinierende Begegnung zweier Instrumente, deren klangliche Vielfalt von barocker Eleganz bis hin zu leidenschaftlicher Tanzmusik reicht. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende am Ausgang wird gebeten. Sie kommt zu gleichen Teilen der Konzertarbeit von Tiina Marjatta Henke und den kulturellen Veranstaltungen in der Gnadenkirche zugute.

Infos:

Silvester Pece, geboren 1980 im ehemaligen Jugoslawien und geprägt von ungarischen Wurzeln, erhielt bereits im Kindesalter Akkordeonunterricht. Nach seiner Ausbildung in Subotica und Novi Sad führte ihn sein Weg an die Folkwang Universität der Künste in Essen sowie an die Musikhochschule Detmold. Heute ist er als gefragter Musiker und Pädagoge tätig. Und natürlich ist er unser Organist in der Gnadenkirche.

Tiina Marjatta Henke, geboren 1963, studierte Kirchenmusik in Herford und Köln und legte dort auch ihre künstlerische Reifeprüfung im Fach Orgel ab. Sie war viele Jahre als Kantorin in Köln, Düsseldorf und Duisburg tätig und ist heute freiberuflich in der Konzertorganisation aktiv.

 


 

Sahnezwiebelschnitzel und natürlich lecker Nachtisch
Kirche Obermeiderich lädt wieder zu Emils Pub ein

(2.9.2026)

Nach einer Pause ist es am 11. September wieder soweit, und viele Gäste der Kirchenkneipe der Evangelischen Kirchengemeinde Obermeiderich freuen sich jetzt schon: „Endlich wieder Emils Pub“. Leute treffen, lockere Gespräche, gutes Essen, das von einem Kochteam liebevoll zubereitet wird, und ein vielfältiges Getränkeangebot… der Treffpunkt wird jedes Mal zum gemütlichen Abend in angenehmer Atmosphäre. Er öffnet von 19 bis 22 Uhr wieder seine Türen. Auf dem Speiseplan stehen diesmal Sahnezwiebelschnitzel mit Reis und Salat, und natürlich ein Dessert.

 


 

Schlemmen in netter Gesellschaft beim Gemeindefrühstück in Wanheimerort

(2.9.2026)

In der Evangelischen Rheingemeinde Duisburg gibt es im Gemeindehaus Vogelsangplatz 1 in Wanheimerort am 18. September 2026 um 9.30 Uhr das nächste Schlemmen in netter Gesellschaft. Auch bei diesem Frühstucks-Treffen gibt es am Büffet wieder alles, was neben Lachs, Rührei, Marmeladen, Brötchen und Kaffee zu einem guten Frühstück gehört. Kosten von zehn Euro sollten eingeplant werden. Maria Hönes, Ehrenamtskoordinatorin der Gemeinde, beantwortet Fragen und nimmt Anmeldungen zum Frühstück entgegen (Tel.: 0203 / 770134).

 


 

Kirchfest an Salvator am Tag des Offenen Denkmals

(2.9.2026)

An Salvator wird in diesem Jahr der Tag des Offenen Denkmals am 13. September zum Kirchfest: Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg und der Bauverein Salvator laden gemeinsam zur großen Begegnung für Jung und Alt im und rund um das über 700 Jahre alte Duisburg-Wahrzeichen neben dem Rathaus. Der Festtag startet mit dem 10-Uhr-Gottesdienst und dem Mini-Gottesdienst für Kinder um 11.30 Uhr. Danach steigt Grill-Duft in die Luft, denn Mitglieder des Bauvereins bruzzeln vor dem Gotteshaus Leckeres für alle. Zusammen mit dessen Vorsitzenden Pfarrer i.R. Armin Schneider, dem ehemaligen Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg, möchten sie mit den Gästen ins Gespräch kommen. Sie bieten zudem einen guten Salvator-Wein an, der für wenig Geld zum Erhalt der Kirche gekauft und mitgenommen werden kann.

Auf dem Programm stehen auch „Kirchenraumerkundungen“, bei denen Pfarrer Stephan Blank Familien mit Kindern durch Salvator führt und sie dort mit auf eine spannende Entdeckungsreise nimmt. Um 16 Uhr startet Roland Wolf von „Mercators Nachbarn“ eine „historische Kirchenführung“… natürlich im historischen Kostüm. Und natürlich gibt es beim Kirchfest auch Musik: um 14 Uhr tritt das Ensemble „iter musicum” gekleidet in historisch anmutenden Kostümen und unter der Leitung von Volker Nies auf und musiziert auf Gemshörnern und alten Instrumenten Kompositionen des Mittelelters. Um 17 Uhr erklingen in der Salvatorkirche Chöre aus Mendelssohns „Elias“. Es singt die Salvatorkantorei, am Klavier spielt Ekaterina Schabanova. Die Leitung und Moderation übernimmt Kirchenmusikdirektor Marcus Strümpe (dieses Konzert findet auch um 15 Uhr in der Marienkirche statt, Eintritt ist frei).

Der Eintritt zum Salvatorkirchfest und allen Veranstaltungen ist frei. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.ekadu.de, zum Bauverein unter www.bauverein-salvatorkirche.de.


 

Evangelische Gemeinde Hochfeld-Neudorf lädt zum Stafetten-Fest an drei Orten ein

(2.9.2026)

Die Evangelische Kirchengemeinde Hochfeld-Neudorf lädt zum großen, unterhaltsamen Miteinander am 12. September: Das Stafetten-Fest beginnt um 11 Uhr an der Hochfelder Pauluskirche mit einem Brunch. Danach radelt oder wandert die Festgemeinschaft von Hochfeld zum Neudorfer Gemeindezentrum an der Wildstraße 31, wo es um 14.30 Uhr Kaffee und Kuchen sowie Spaßiges gegen Langeweile für die Kleinen gibt. Später geht es nur noch eine kurze Strecke weiter zur Kirchwiese an der Christuskirche an der Gustav-Adolf-Straße, wo um 18 Uhr das Fest mit Lagerfeuer, Grillwürstchen und Gitarrenliedern ausklingt. Bei schlechtem Wetter bleibt nur der Grill draußen und alle anderen feiern im Foyer des Gemeindezentrums an der Gustav-Adolf-Straße 65, wo auch schön gesungen werden kann. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.hochfeld-neudorf.de.

 


 

Infostand am Tag der Suizidprävention

(2.9.2026)

Unter dem Motto „Zuhören verbindet – Hoffnung wächst“ macht die ökumenische Telefonseelsorge/Krisenbegleitung Duisburg-Mülheim-Oberhausen zum Welttag der Suizidprävention am 10. September auf Hilfsangebote aufmerksam. Gemeinsam mit dem Bündnis „Duisburg gegen Depression“ steht sie an einem Infostand in der Duisburger City zu Gesprächen bereit.

Anlässlich des Welttags der Suizidprävention am 10. September 2026 rufen die Telefonseelsorge und das Bündnis gegen Depression dazu auf, das Thema aus der gesellschaftlichen Tabuzone zu holen und füreinander da zu sein. Jedes Jahr sterben hunderttausende Menschen durch Suizid. Hinter jeder Zahl steht ein Mensch, eine persönliche Geschichte und ein Umfeld, das zurückbleibt. Oft sind es tiefgreifende Krisen, schwere Verluste, Überlastung oder psychische Ekrankungen, die Menschen in eine scheinbar ausweglose Situation führen.

Über Suizidgedanken zu sprechen, erhöht nicht das Risiko, dass sich jemand das Leben nimmt. Im Gegenteil: Das Schweigen zu brechen und aktiv nachzufragen, ist oft der erste und wichtigste Schritt, um Hilfe zu ermöglichen. Telefonseelsorge und das Bündnis gegen Depressionen möchten den Tag nutzen, um den Blick für Mitmenschen zu schärfen und über bestehende Hilfsangebote aufzuklären.

Interessierte finden den gemeinsamen Infostand am Donnerstag, 10. September, von 11 bis 17 Uhr auf der Königstraße 1 in der Duisburger Innenstadt.

Regionale Hilfsangebote Suizidprävention

  • TelefonSeelsorge: Kostenfrei, anonym und rund um die Uhr erreichbar unter 0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222 oder 116 123 Seelsorge im Chat oder per Mail: www.telefonseelsorge.de
  • App „Krisenkompass“: Eine App der TelefonSeelsorge, die praktische Unterstützung in Krisen bietet
  • Bündnis „Duisburg gegen Depression“: Mehr Informationen unter www.duisburg-gegen-depression.de
  • Selbsthilfe-Kontaktstelle Duisburg: Tel. 0203 – 6099041, E-Mail: selbsthilfe-duisburg@paritaet-nrw.org

 


 

Schwofen, Kaffee, Kuchen im Gemeinde-Café Dreivierteltakt in Wanheimerort

(1.9.2026)

Die Evangelische Rheingemeinde Duisburg öffnet zum Monatsausklang das „Café Dreivierteltakt“, bei dem Seniorinnen und Senioren zu Kaffee, Tee und Kuchen zusammenkommen, die Begleit-Musik genießen und dazu tanzen. Für den guten Ton sorgt Frank Rohde, der zu seinem Spiel an der elektronischen Orgel auch singt. Es gibt dabei nicht nur Klänge im Dreivierteltakt, doch alle Lieder haben Rhythmus und sind vielen bekannt. Das nächste gesellig-musikalische Treffen im Beratungs- und Begegnungszentrum (BBZ) Wanheimerort, Paul-Gerhardt-Straße 1, ist am Samstag, 12. September 2026 um 15 Uhr. Bei 7,50 Euro Eintritt sind Kaffee und Kuchen inbegriffen; Anmeldungen sind bei Maria Hönes telefonisch möglich (Tel.: 0203 770134).

 


 

Raum für Gespräche, Gemeinschaft, Begegnung und Spiele
Neuer „Stammtisch Mitte“ im Duisserner Café Notkirche

(1.9.2026)

Ein Stammtisch mit Raum für Gespräche, Gemeinschaft, Begegnung und Spiele. Dazu laden Luisa Holzschneider und Wiebke Breustedt aus der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Duisburg Menschen zwischen 25 und 45 Jahren in das Duisserner „Café Notkirche“ an der Martinstr. 39 ein. Wenn das Wetter bei der Premiere am 11. September um 19 Uhr mitspielt, gibt es die entspannte Begegnung open air, im neu angelegten Kirchgarten. Hinter der Idee zum „Stammtisch Mitte“ liegt die Erfahrung, dass viele Berufstätige in der Altersgruppe oft wenig Gelegenheiten haben, andere kennenzulernen. Das neue Angebot richtet sich an alle, die Ähnliches erleben und Lust haben, die Stammtischabende mit Getränken und Impulsen zu genießen und dann den Abend gemeinsam zu gestalten: mit Gesprächen, gemeinsamen Spielen, kreativen Ideen oder einfach dem gemütlichen Beisammensein. „Je nach Jahreszeit sind auch besondere Aktionen wie Cocktailabende, Weihnachtsbacken oder gemeinsame Ausflüge möglich“, überlegen die beiden Initiatorinnen jetzt schon und ergänzen unbedingt: „Nicht das Programm steht im Mittelpunkt, sondern die Menschen, die den Abend miteinander gestalten.“ Eine Anmeldung ist nicht notwendig, die Altersprüfung am Eingang fällt nicht streng aus, der Eintritt ist frei und Getränke gibt es auf Spendenbasis. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.ekadu.de.

 


 

Service-Telefon der evangelischen Kirche in Duisburg

(1.9.2026)

„Zu welcher Gemeinde gehöre ich?“ oder „Wie kann ich in die Kirche eintreten?“ oder „Holt die Diakonie auch Möbel ab?“: Antworten auf Fragen dieser Art erhalten Anrufende beim kostenfreien Servicetelefon der evangelischen Kirche in Duisburg. Es ist unter der Rufnummer 0800 / 12131213 auch immer montags von 18 bis 20 Uhr besetzt, und dann geben Pfarrerinnen und Pfarrer Antworten auf Fragen rund um die kirchliche Arbeit und haben als Seelsorgende ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte. Das Service-Telefon ist am Montag, 7.9. von Pfarrer Frank Hufschmidt besetzt, am 14.9. von Pfarrerin Ulrike Kobbe und am 21.9. von Pfarrer Jürgen Muthmann.

 


 

Orgelmusik und Führung durch die Hamborner Friedenskirche am Tag des Offenen Denkmals

(1.9.2026)

Die Hamborner Friedenskirche, Duisburger Straße 174, wird bald 130 Jahre alt und kann als Zeitzeugin viel von der Stadtteil- und Kirchengeschichte berichten. Eine Stimme gibt ihr das engagierte Gemeindemitglied Martina Will am bundesweiten Tag des Offenen Denkmals, 13. September um 11 und um 16 Uhr bei den beiden Führungen durch das Gotteshaus. Sie wird Interessierten viel zur Geschichte und der großen Renovierung vor über 20 Jahren sagen können. Um 17 Uhr stellt zudem Kirchenmusikerin Tiina Henke die Orgel der Friedenskirche in Wort und Klang vor: Sie präsentiert viel Wissenswertes und natürlich Musik – von ihr virtuos gespielt auf dem besonderen Instrument. Der Eintritt ist frei, Informationen gibt es bei Martina Will (0203 510472).

 


 

Rheingemeinde lädt zum Kneipenquiz

(31.8.2026)

Die Evangelische Rheingemeinde Duisburg lädt zum Kneipenquiz ins Gemeindehaus Wanheimerort am Vogelsangplatz. Am 9. September 2026 gilt es, dort ab 20 Uhr bei gemütlicher Atmosphäre, Getränken und fairen Knabbereien Wissen zu zeigen und beim Raten Glück zu haben. Die 24 Quizfragen kommen aus allen möglichen Kategorien, etwa Lokales, Religion, Fernsehen, Sport oder Wissenschaft. Die Quizgruppen können sich nach Belieben zusammensetzen. Nach Auflösung aller Fragen erhält die Gruppe mit den meisten Punkten einen Siegerpokal. Eine Anmeldung ist nicht nötig, doch wer einen Tisch für eine eigene Quizgruppe haben möchte, sollte reservieren. Das geht unter anke.bendokat@ekir.de oder 0203 / 5787977, dort gibt es auch mehr Infos zum Kneipenquiz.

 


 

Klavierquartette in der Marienkirche

(31.8.2026)

Im ersten Konzert nach der Sommerpause gibt es am Sonntag, 6.9. um 17 Uhr in der Marienkirche, Josef-Kiefer-Straße 10, zwei romantische Klavierquartette zu hören. Deren Schöpfer sind sehr gegensätzlich: Der eine, Johannes Brahms, wurde als neuer „Messias“ enthusiastisch begrüßt, die andere, Luise Adolpha le Beau, musste sich ihren Weg selbst bahnen und stieß dabei auf unüberwindbare Hindernisse, weil sie eine Frau war. Ein Ensemble um Konzertmeister Tonio Schibel stellt beide großen Werke nebeneinander und lädt ein, ein neues, „unerhörtes“ Werk einer bedeutenden Komponistin im romantischen Kontext kennenzulernen. Der Eintritt kostet an der Abendkasse 20 Euro, vorab im Netz bei Eventim (zzgl. Gebühren).

 


 

„Ich war gerne Gemeindepfarrerin“
Almuth Seeger geht nach über 36 Duisburg-Jahren in den Ruhestand

(31.8.2026)

Almuth Seeger ist entspannt. Sie lächelt, sie blickt zurück und zugleich nach vorne, dankbar, allerdings mit einem „Hauch von Wehmut“, denn am Sonntag, 6. September, wird die Pfarrerin der Evangelischen Rheingemeinde Duisburg nach mehr als 36 bewegten und bewegenden Dienstjahren in einem Festgottesdienst um 14 Uhr in der Wanheimerorter Gnadenkirche, Paul-Gerhardt-Straße, offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Die Gemeinde lädt herzlich zum Abschied ein.

„Es ist wirklich ein Abschied“, sagt sie, „denn wir ziehen ja nach Bonn, in die Nähe unserer Kinder und Enkelkinder“. Ihr Mann Rolf, ebenfalls Pfarrer in der Rheingemeinde, wurde bereits vor knapp zwei Jahren in den Ruhestand verabschiedet. „Es waren erfüllte Jahre“, so Almuth Seeger, denn man habe viel Bewegendes erlebt, aber auch viel selbst bewegt.

In Bonn geboren und aufgewachsen, hat sie dort sowie in Tübingen und Wuppertal Theologie studiert. In der letzten Studien- und Examenszeit hat sie ihren Mann kennengelernt. Nach Examen, Vikariat und Probedienst war es dann soweit. In Wanheimerort war eine Pfarrstelle ausgeschrieben. Die beiden, inzwischen verheiratet, haben sich als Ehepaar dort beworben.

„Damals, Anfang 1990, gab es nur wenige Pfarrstellen und viele Bewerber. Dass Frauen den Pfarrdienst ausüben, war auch nicht alltäglich, und dass sich ein Ehepaar eine Pfarrstelle teilt, immer noch ungewöhnlich“, erinnert sie sich. Aber es hat „geklappt“. Die beiden wurden gewählt: „Wir durften machen und ausprobieren. Das war richtig toll und ermutigend“.

Und Almuth Seeger, die „Frau im Talar“ hat Spuren hinterlassen. Durch ihren einfühlsamen Dienst für Menschen, mit Menschen und am, Menschen hat sie ihren Glauben gelebt, erlebt, gestärkt und weitergeben. „Unsere zwei Töchter kamen zur Welt, und da bot sich geradezu an, dass ich verstärkt mit jungen Familien und jungen Menschen gearbeitet habe.“ Es war gar nicht so selten, dass es zu bestimmten Zeiten fast zehn Mini-Clubs pro Woche gab. Viel Spaß und Freude bereiteten auch die zahlreichen Familienfreizeiten.

Das war zunächst ein Schwerpunkt ihrer Arbeit, aber längst nicht alles. Sie hat andere Gottesdienstformate auf den Weg gebracht, wie etwa den Taizé-Gottesdienst oder das „Innehalten in der Woche“, zuletzt gemeinsam mit der katholischen Gemeinde und der Freien Evangelischen Gemeinde in Wanheimerort. Und da gab es auch viele geistliche Angebote, Bibelgesprächskreise oder den Kurs „Stufen des Lebens“. Dies waren stets Erlebnisse auf Augenhöhe, Dialoge, keine Monologe. „Das Miteinander im Glauben war uns immer wichtig“, sagt die scheidende Pfarrerin.
Nicht zu vergessen bei all‘ ihrem Wirken ist die Musik. Almuth Seeger lächelt wieder. Schon als Kind hat sie in Bonn in Gottesdiensten mit musiziert und in Wanheimerort ihre Geige ebenfalls erklingen lassen. Musik verbindet und nimmt die Menschen mit, sagt sie und verweist auf das vielfältige, unterschiedliche Chor- und Musikangebot in der Rheingemeinde. Da gibt es den Popchor „PraiSing“ unter der Leitung von Daniel Drückes, den Singkreis, geleitet von Beate Hölzl und den Chor „Soul, Heart & Spirit“ von Lothar Rehfuß. „Und von allen dreien“, freut sie sich, „wird in meinem Abschiedsgottesdienst auch was zu hören sein. Ansonsten lasse ich mich einfach überraschen.“

Wenn sie in diesem Gottesdienst von Superintendent Dr. Christoph Urban entpflichtet wird, endet eine lange „Reise“ und eine neue Wegstrecke steht bevor: Almuth Seeger und ihr Mann werden mehr Zeit für das Familienleben haben und sich insbesondere den Enkelkindern widmen. Das Wort Dankbarkeit spielt in jedem Fall eine große Rolle. Das wird auch beim anschließenden Empfang deutlich werden. Viele langjährige Weggefährtinnen und Weggefährten werden dann dabei sein. Wehmut und Dankbarkeit werden mitschwingen, denn das seelsorgerische, menschliche Wirken von Almuth Seeger in Wanheimerort und dann in der Rheingemeinde hinterlässt wunderbare Spuren. Ihre Pfarrstelle wird wieder besetzt. Das Presbyterium bringt die Wiederbesetzung derzeit auf den Weg.

Text: Reiner Terhorst

 


 

Kirche Obermeiderich lädt zu Skat und Doppelkopf

(29.8.2026)

In der Evangelischen Kirchengemeinde Obermeiderich verbringen im Gemeindezentrum an der Emilstraße Gruppen wie etwa die Tischtennisgruppe regelmäßig eine gute Zeit zusammen. Dazu gehört der Skat-Club, wo regelmäßig Menschen zusammen Karten dreschen. Der Club lädt Anfängerinnen und Anfänger aber auch bereits leidenschaftliche Spielerinnen und Spieler zum Mitmachen ein: an jedem 2. Dienstag von 19 bis 21.30 Uhr. Das nächste Treffen ist am 8. September. Für Getränke und Knabbereien ist gesorgt. „Wir freuen uns auf euch“ sagt Club-Leiter und ehemaliger Superintendent im Duisburger Kirchenkreis Armin Schneider und heißt auch Doppelkopfspielerinnen und -spieler herzlich willkommen. Rückfragen beantwortet er gerne: Telefon 0203 / 590 694 oder E-Mail armin.schneider@ekir.de. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.obermeiderich.de.

 


 

Kneipenquiz bei „Himmel & Hopfen“ in Obermarxloh

(29.8.2026)

Die Evangelische Bonhoeffer Gemeinde Duisburg Obermarxloh lädt am 4. September zur Kirchenkneipe „Himmel & Hopfen“ in das Familienzentrum an der Obermarxloher Lutherkirche, Wittenberger Str. 15. Dort gibt es ab 19 Uhr bei leckeren Snacks und Getränken ein eigenes Kneipenquiz. Rate-Fans können sich einzeln oder als Teams vorab anmelden (Gebühr je Person 2 Euro; Telefon: 0203 – 75 96 97 00 oder per Mail: bonhoeffer-duisburg@ekir.de).

 


 

Kirche kocht und lädt zum kostenfreien Mittagessen nach Untermeiderich

(29.8.2026)

In der Evangelischen Gemeinde Meiderich heißt es einmal im Monat „Kirche kocht“, denn im Begegnungscafé „Die Ecke“, Horststr. 44a, stehen dann Ehrenamtliche an den Töpfen und zaubern Leckeres; so zum Beispiel am 8. September, wenn sie um 12.30 Uhr gemischten Salat mit Hähnchen und Brot servieren. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, das Angebot ist kostenfrei. „Wir wollen Herzenswärme spenden, schöne Momente schenken und gemeinsam Mittagessen!“ sagt Yvonne de Temple-Hannappel, die Leiterin des Begegnungscafés (Tel. 0203 45 57 92 70, E-mail: detemple-hannappel@gmx.de). Die Menüs für die nächsten Termine stehen schon fest. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.kirche-meiderich.de.

 


 

Pfarrer i.R. Armin Schneider am nächsten Freitag in der Kircheneintrittsstelle

(29.8.2026)

Immer freitags können Unsichere, Kirchennahe oder solche, die es werden möchten, in der Eintrittsstelle in der Salvatorkirche mit Pfarrerinnen, Pfarrern und Prädikanten ins Gespräch kommen und über die Kirchenaufnahme reden. Motive für den Kircheneintritt gibt es viele: Die Suche nach Gemeinschaft, Ordnung ins Leben bringen oder der Wunsch, Taufen, Hochzeiten, Bestattungen kirchlich zu gestalten. Aufnahmegespräche führt das Präsenzteam in der Eintrittsstelle an der Salvatorkirche immer freitags von 14 bis 17 Uhr. Am Freitag, 4. September 2026 heißt Pfarrer i.R. Armin Schneider, ehemaliger Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg, Menschen in der Südkapelle des Gotteshauses neben dem Rathaus herzlich willkommen. Am Freitag, 11.9. ist es Pfarrerin Esther Immer, am 18.9. ist es Pfarrer i.R. Ekkehard Müller. Infos zur Citykirche gibt es unter www.salvatorkirche.de.

 


 

Großes Miteinander und Füreinander
Evangelische Kirchengemeinde und Wohnhaus Neumühl feiern gemeinsames Sommerfest

(28.8.2026)

Dass behinderte und nichtbehinderte Menschen gemeinsam ein großes Fest vorbereiten, organisieren und miteinander feiern, ist längst nicht selbstverständlich. In Neumühl, im Norden Duisburgs ist es das seit 20 Jahren. Am Sonntag, 6. September, geht das gemeinsame Sommerfest der Evangelischen Kirchengemeinde Neumühl mit dem benachbarten Wohnhaus für mehrfach behinderte Menschen der Evangelischen Dienste Duisburg in die nächste „Fest-Runde“.

Es beginnt wieder mit einem gemeinsamen Gottesdienst um 10 Uhr in der Gnadenkirche am Neumühler Markt, den Pfarrerin Sabine Schmitz hält. Im Anschluss startet zwischen Gnadenkirche und Wohnhaus das bunte „Nachbarschaftstreiben“ für den ganzen Stadtteil. Viele engagierte und hilfsbereite Menschen aus Gemeinde und Wohnhaus haben wieder gemeinsam dafür gesorgt, dass das Sommerfest bis 17 Uhr ein fröhlicher Tag für die ganze Familie wird: Nachbarn treffen, mit lieben Menschen reden, Kaffee oder Tee trinken, Reibekuchen oder Leckeres vom Grill genießen, am Kuchenbuffet schlemmen, Live-Musik hören, der Tag hat jede Menge Angebote zum Wohlfühlen und Mitmachen. Wie stets, fungiert die Tischtennisgruppe der Gemeinde als „Grillmeister“. Das „Kuchen-Team“ freut sich über weitere Kuchenspenden zum fast schon legendären Kuchen-Buffet beim Sommerfest-Turmcafé. Diese können noch vor und nach dem Gottesdienst abgeben oder vorab bei der Gemeinde unter Tel. 0203 / 580448 angekündigt werden.
Alle Neumühler und Gäste aus von nah und fern sind zum Sommerfest herzlich eingeladen und willkommen.

Text: Reiner Terhorst

 


 

Waldgottesdienst am Kammerberg

(28.8.2026)

Die evangelischen Gemeinden der Duisburger Stadtmitte, Neudorf und Hochfeld und die Evangelische Rheingemeinde (Wanheimerort / Wanheim) laden herzlich zur Feier der gemeinsamen Waldgottesdienste am „Heiligen Brunnen“ auf dem Kammerberg in Neudorf ein, und zwar jeweils am 1. Sonntag der Monate Juni bis September. Die Gottesdienste, die eine ganz eigene und besondere Atmosphäre haben und jeweils 10 Uhr beginnen, werden im Wechsel verantwortet. Den nächsten richtet die Gemeinde Hochfeld-Neudorf am 6. September aus, es predigt Vikar Jean Marc Kadima Nfwamba. Der Veranstaltungsort ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Buslinie 933) über die Haltestellen „Lenaustraße“ und „Nettelbeckstraße“ gut zu erreichen.

 


 

Gemeinde lädt zum Marktcafé in Meiderich

(28.8.2026)

Zu Kaffee und lecker Frühstück mit Geselligkeit und Freundlichkeit lädt die Evangelische Kirchengemeinde Meiderich mehrmals im Jahr samstags zu den Marktzeiten in das Gemeindezentrum, Auf dem Damm 8, ein. Den nächsten Termin zum Schlemmen und Klönen gibt es am 5. September 2026. Geöffnet ist das Marktcafé der Gemeinde ab 9.30 Uhr und somit zu der Zeit, in der manche ihr Einkäufe am Meidericher Wochenmarkt machen. Nach kurzem Fußweg lässt sich im Gemeindezentrum bei Kaffee, Brot, Brötchen, Wurst- und Käseaufschnitt und Marmeladen der Einkaufsstress vergessen. Das Angebot bereiten Ehrenamtliche zu, das Frühstück gibt´s zum Selbstkostenpreis. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.kirche-meiderich.de oder im Gemeindebüro unter 0203-4519622.

 


 

Viel Romantik beim Konzert für Horn und Klavier in der Pauluskirche

(28.8.2026)

Am Samstag, 5. September, sind Hornist Marlon Thüer und Pianist Dr. Hans-Joachim Heßler in der beliebten Konzertreihe „Emporeo!“ um 18 Uhr zu Gast in der Pauluskirche Duisburg Hochfeld, Wanheimer Straße 80. Im Mittelpunkt des Abends stehen Werke von Richard Strauss, einem Meister der Romantik. Zu hören ist u.a. das Hornkonzert in Es-Dur. Zudem erklingen auch Werke von Lodewijk Mortelmans, der auch der flämische Brahms genannt wird und ebenfalls zu den großen unbekannten Komponisten der Romantik gezählt wird. Von ihm wird die besonders schöne Lyrische Pastorale für Horn und Klavier zu hören und wieder neu zu entdecken sein. Schließlich spielen die Musiker eine humorvolle, fantastische und innovative Komposition für das Waldhorn des norwegischen Komponist Trygve Madsen. Diese ließ sich dafür von Dürers Holzschnitt des „Rhinocerus“ und der Geschichte dahinter inspirieren: Der berühmte Künstler hatte in seinem Leben niemals ein Panzernashorn zu Gesicht bekommen und dennoch mit seiner Abbildung des Tieres ein Kunstwerk von Weltruhm geschaffen.
Der Eintritt ist frei, Spenden am Ausgang sind gerne gesehen. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.hochfeld-neudorf.de.

 


 

Die Citykirche kennenlernen
Kostenfreie Führung durch Salvator

(28.8.2026)

Die Salvatorkirche am Burgplatz gehört zu Duisburgs bekanntesten und imponierendsten Gotteshäusern. An jedem ersten Sonntag im Monat informieren geschulte Gemeindeleute, meist Ehrenamtliche, über die Geschichte, den Baustil und die besonderen Fenster der über 700 Jahre alten Stadtkirche neben dem Rathaus. Am Sonntag, 6. September 2026 um 15 Uhr macht Frank Piel mit Interessierten an verschiedensten Stellen der Kirche halt und berichtet dazu Wissenswertes und Kurzweiliges. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, alle Kirchenführungen in der Salvatorkirche sind kostenfrei. Infos zum Gotteshaus gibt es unter www.salvatorkirche.de.

 


 

Die Sehnsucht nach Natur und Idylle
Wald- und Alphorn bei der Abendmusik in der Duisserner Lutherkirche

(26.8.2026)

Bei der Abendmusik der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Duisburg präsentieren Nicolai Frey, Andrea Kramer, Waltraud Prinz und Rosa Schell am 4. September um 19 Uhr in der Duisserner Lutherkirche, Martinstr. 39, die Vielseitigkeit des Hörnerklangs. Das Duisburger Hornquartett spielt Originalmusik für Wald- und Alphorn, Hörnerklang-Musik, die Mensch und Natur verbindet. Originalkompositionen für Hornquartett aus Früh- und Spätromantik bilden den Schwerpunkt des Programms. Erweitert wird das Klangerlebnis des Abends durch Werke für Alphörner. Diese faszinieren durch ihre imposante Größe und den weichen, archaischen Klang. Als Vorgänger der modernen Blechblasinstrumente wurden sie ursprünglich als Ruf- und Lockinstrument der Hirten verwendet. Heute sind sie weltweit in Gebrauch und symbolisieren die Sehnsucht nach Natur und Idylle.

Der Eintritt zum Konzert ist frei, eine Spende am Ausgang wäre gut, denn sie geht an den Förderverein für Kirchenmusik an der Lutherkirche Duissern e.V. Infos zur Gemeinde gibt es unter www.ekadu.de.

 


 

Meidericher Gemeinde lädt zum Spieleabend für Jung und Alt ins Gemeindezentrum

(26.8.2026)

Zu einem bunten Spieleabend lädt die Evangelische Kirchengemeinde Meiderich in das Gemeindezentrum, Auf dem Damm 8. Dort warten am Dienstag, 1. September um 19 Uhr alte Klassiker und neue Spiele darauf, entdeckt zu werden. Wer mag, bringt gerne eigene Spiele – egal ob Klassiker, Karten-, Brett- oder Gesellschaftsspiele – mit, die mit anderen ausprobiert werden können. Getränke und Snacks gibt’s zum Selbstkostenpreis. Wenn der Abend weiterhin gut ankommt, wird es monatlich einen Spieleabend im Gemeindezentrum geben. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.kirche-meiderich.de.

 


 

Anmeldung fürs Konfirmationsjubiläum im Duisburger Norden

(25.8.2026)

Die Evangelische Bonhoeffer Gemeinde Marxloh Obermarxloh feiert am 20. September 2026 in der Marxloher Kreuzeskirche die Jubiläen derer, die vor 50, 60, 65, 70 oder noch mehr Jahren in den ehemaligen Gemeinden Marxloh und Obermarxloh konfirmiert wurden. Wer anderswo konfirmiert wurde und das eigene Konfi-Jubiläum mitfeiern möchte, ist herzlich eingeladen. Damit gute Planungen auch für den anschließenden Empfang, wo Erinnerungen bei Plausch und Sekt aufgefrischt werden, möglich sind, bittet die Gemeinde um Anmeldungen. Diese nimmt Silke Dittberner-Rejek im Gemeindebüro gerne bis zum 6. September entgegen (Telefon: 0203 – 75 96 97 00 oder per Mail: bonhoeffer-duisburg@ekir.de). Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.bonhoeffer-gemeinde.org.

 


 

Pfarrer Asmus am Service-Telefon der evangelischen Kirche in Duisburg

(25.8.2026)

„Zu welcher Gemeinde gehöre ich?“ oder „Wie kann ich in die Kirche eintreten?“ oder „Holt die Diakonie auch Möbel ab?“: Antworten auf Fragen dieser Art erhalten Anrufende beim kostenfreien Servicetelefon der evangelischen Kirche in Duisburg. Es ist unter der Rufnummer 0800 / 12131213 auch immer montags von 18 bis 20 Uhr besetzt, und dann geben Pfarrerinnen und Pfarrer Antworten auf Fragen rund um die kirchliche Arbeit und haben als Seelsorgende ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte. Das Service-Telefon ist am Montag, 31. August 2026 von Sören Asmus, Pfarrer beim Dialogreferat im Evangelischen Kirchenkreis Duisburg, besetzt.

 


 

Pfarrerin Lahann am nächsten Freitag in der Kircheneintrittsstelle

(24.8.2026)

Immer freitags können Unsichere, Kirchennahe oder solche, die es werden möchten, in der Eintrittsstelle in der Salvatorkirche mit Pfarrerinnen, Pfarrern und Prädikanten ins Gespräch kommen. Motive für den Kircheneintritt gibt es viele: Die Suche nach Gemeinschaft, Ordnung ins Leben bringen oder der Wunsch, Taufen, Hochzeiten, Bestattungen kirchlich zu gestalten. Aufnahmegespräche führt das Präsenzteam in der Eintrittsstelle an der Salvatorkirche immer freitags von 14 bis 17 Uhr. Am Freitag, 28. August 2026 heißt Krankenhauspfarrerin Dörthe Lahann Menschen in der Südkapelle des Gotteshauses neben dem Rathaus herzlich willkommen. Infos zur Citykirche gibt es unter www.salvatorkirche.de.

 


 

Ab jetzt Tickets für die Arlberger-Revival-Party

(21.8.2026)

Gleich mehrere Generationen in Buchholz nennen und nannten „ihren“ Stadtteil-Treffpunkt im Kindes- und Jugendalter einfach „das Arlberger“. Jetzt wird das Jugendzentrum an der Arlberger Str. 10 62 Jahre alt, und die Evangelische Kirchengemeinde Trinitatis lädt deshalb zur „Arlberger-Revival-Party“ ein, bei der ein DJ die beste Musik aus den letzten Jahrzenten bunt gemischt auflegt. Besucherinnen und Besucher werde ihre Hits hören, zu denen sie schon vor Jahren im Jugendzentrum getanzt oder gechillt haben. Vom Kartenerlös zu zehn Euro wird der DJ bezahlt. Tickets für das Event am 26. September – es startet um 19.30 Uhr – gibt es für alle ab 16 Jahren jetzt schon im Vorverkauf im Jugendzentrum oder benachbarten Gemeindebüro (Tel. 0203 / 738 26 93). Infos zur Kirchengemeinde und zum Arlberger Jugendzentrum gibt es im Netz unter www.trinitatis-duisburg.de.

Das Jugendzentrum „Arlberger“ ist ein offener Ort für alle jungen Menschen ab sechs Jahren und eine durch die Stadt Duisburg geförderte Einrichtung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Es zeichnet sich durch die gemeindliche und auch offene Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien aus. Die Jugendfreizeitstätte Arlberger wurde 1964 eröffnet und bis 1983 ehrenamtlich geführt. 1984 stellte die damalige Gemeinde Buchholz eine hauptamtliche Leitung, erst für halbe Tage und nach zwei Jahren für ganze Tage ein. Mit der hauptamtlichen Leitung wurde dieses Haus offiziell zum evangelischen Jugendzentrum „Arlberger“ – mit Bastelraum, Kicker-Raum, den Tobe-Raum, Disco und einem großen Garten. Hier können Kinder und Jugendliche chillen, spielen, Musik hören, lesen, kreativ sein, Tischtennis oder Billard spielen, zocken, kochen, backen und vieles mehr. Wasser gibt es jederzeit kostenlos.

 

 


 

Kaffee, Tee und Gespräche am Lastenrad auf dem Hamborner Friedhof

(21.8.2026)

Wenn Trauernde am 29. August die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen und Freunde auf dem evangelischen Friedhof in Hamborn besuchen, können sie sich vor Ort mit einem frischen, warmen Kaffee oder Tee aufwärmen. Dazu laden Tiina Henke, Heike Köller und Oliver Miosczka herzlich ein, denn die drei haben ein Lastenrad mit einer Kaffeemaschine ausgestattet worden, so dass sie dort unter freiem Himmel Getränke frisch zubereiten. Sie schenken zwischen 14 und 16 Uhr die schmackhafte Wärme gerne aus und werden die Aktion, gerne wiederholen. Die Evangelische Kirchengemeinde Duisburg Hamborn freut sich über die tolle Idee der Gemeindemitglieder und dankt den dreien für das Engagement sehr.

 


 

Gutes Essen und gute Gemeinschaft
Evangelische Gemeinde Obermeiderich lädt wieder zum kostenfreien Mittagstisch ein

(21.8.2026)

Die Evangelische Kirchengemeinde Duisburg Obermeiderich startete vor zwei Jahren unter dem Motto „eine Kelle Suppe – eine Kelle Gemeinschaft“ einen kostenfreien Mittagstisch. Sie lädt seitdem weiterhin alle Menschen unabhängig von Religion und Kultur an einem Sonntag – meist dem letzten – im Monat zur gemeinsamen Mahlzeit nach dem Gottesdienst in das Gemeindezentrum an der Emilstraße 27 ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Essen ist gratis, Spenden werden aber gerne entgegen genommen. Beim nächsten Mittagstisch, am 30. August kommen um 12 Uhr Nudelauflauf sowie ein leckeres Dessert auf den Tisch. Alles mit Liebe gekocht! Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.obermeiderich.de.

Zusatzinfos: Beim Mittagstisch geht es der Gemeinde und dem Team der Ehrenamtlichen, die vom Schnibbeln, Kochen, Servieren und Abräumen alles selber machen, um Hilfe für Menschen, die Hilfe benötigen. Und um mehr: „Menschen brauchen in unserer herausfordernden und unsicheren Zeit Angebote, die sowohl dem Leib als auch der Seele guttun. Hunger hat viele Komponenten. Deshalb gibt es bei Emils Mittagstisch neben einer Kelle Suppe auch eine Kelle Gemeinschaft“ sagt auch Sarah Süselbeck, Pfarrerin der Gemeinde, die voll hinter dem Projekt steht und selbst mit anpackt.

 


 

Orgelfestival.Ruhr in Salvator wird zur „Tour de France“

(20.8.2026)

Frankreich gilt nicht nur als DAS Orgelland mit herausragenden Kathedralen und Instrumenten, sondern auch als DIE Fahrradnation. Dies inspirierte Kirchenmusikdirektor, selbst großer Frankreich- und Rad-Fan Marcus Strümpe zu dem Programm seines diesjährigen Festivalkonzerts in der Salvatorkirche Duisburg: Ausschließlich französische Komponisten mit herausragenden Werken. Auf dem einstündigen Parcours sind Stücke von Jean Langlais, Claude Debussy, Olivier Messiaen, Marcel Dupré und am Ende die berühmte Toccata in F-Dur von Charles M. Widor zu hören. „Alles in allem ein auf und ab durch vier Jahrhunderte französische Orgelmusik“ findet der Salvatororganist, der sich jetzt schon auf die musikalische Tour freut: Sie findet statt am Sonntag, den 30. August um 18 Uhr, Zaungäste sind herzlich willkommen und zahlen an der Abendkasse 12 Euro, Schüler und Studenten haben freien Eintritt. Am Ziel gibt es ein Glas mit französischem Weißwein. Infos zum Orgelfestival gibt es unter www.orgelfestival.ruhr, zur Salvatorkirche unter www.salvatorkirche.de.

 


 

Werke von Bach, seinen Vorbildern und Zeitgenossen beim Sommerorgelkonzert in der Friedenskirche 

(20.8.2026)

Beim letzten Musikabend der Reihe „Sommerliche Orgelkonzerte“ am 26. August um 19.30 Uhr in der Friedenskirche in Duisburg Hamborn, Duisburger Straße 174, erklingen Werke von Johann Sebastian Bach, seinen Vorbildern und seinen Zeitgenossen. Das interessante Programm hat Andy von Oppenkowski, seit 2007 Kantor an der Kreuzeskirche Essen und künstlerischer Leiter des Forum Kreuzeskirche Essen e.V. sowie Mitinitiator des Orgelfestival.Ruhr, zusammengestellt: Der Musiker spielt an der Eule-Orgel der Hamborner Friedenskirche u.a. Bach´s Präludium (Toccata), „Liebster Jesu, wir sind hier“ (BWV 730 und 731), die Fuge E-Dur BWV 566 und die Passacaglia c-Moll BWV 582, aber auch Dietrich Buxtehudes „Ciacona in e“, die Fuge in g von Johann Adam Reincken und Michelangelo Rossi´s „Toccata settima“.

Der Eintritt kostet zehn Euro; ermäßigt fünf Euro. Auch für das letzte Konzert der Reihe gilt: Wenn das Wetter mitspielt, kann das kulturinteressierte Publikum im Kirchgarten mit den Muszierenden nach den Konzerten bei einem Getränk ins Gespräch kommen. Bei Rückfragen können Interessierte gerne eine Mail an Tiina Marjatta Henke (tiinamarjatta@posteo.de) senden.

 


 

Rock vorm Treppchen
Open-air-Livemusik in Neudorf

(20.8.2026)

Die Evangelische Kirchengemeinde Hochfeld-Neudorf lädt mit dem Begegnungs- und Beratungszentrum der Evangelischen Dienste Duisburg wieder zum Open-Air-Konzert vor dem Gemeindehaus auf der Gustav-Adolf-Straße 65 in Neudorf. Die Musik-Party mit Snacks und Getränken steigt am 28. August 2025 ab 16 Uhr und steht wie im letzten Jahr unter dem Motto „Rock vorm Treppchen“. Für Stimmung sorgt die Band „100 Kühe“ mit ihrem Mix aus Rockklassikern und Liedermachersongs. Von Rolling Stones über Black Sabbath bis Georg Danzer ist für alle etwas dabei. Außerdem treten noch weitere Bands aus dem Umfeld der Gemeinde an diesem Nachmittag auf. Der Eintritt ist frei. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.hochfeld-neudorf.de, zum BBZ unter www.edd.de.

 


 

Wärmewende für ein Bauwerk aus dem Mittelalter: Salvatorkirche erhält Fernwärme

(19.8.2026, www.dvv.de)

Eine Kirche, deren Grundstein vermutlich bereits 1316 gelegt wurde, wird künftig mit Fernwärme beheizt. Was zunächst wie ein gewöhnlicher Heizungstausch klingt, ist tatsächlich ein Beispiel dafür, wie die Wärmewende auch bei besonders anspruchsvollen Gebäuden gelingen kann. Mit dem Anschluss der denkmalgeschützten Salvatorkirche setzt die Fernwärme Duisburg gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde Alt-Duisburg und der Stadt Duisburg ein Zeichen dafür, dass Klimaschutz und Denkmalschutz kein Widerspruch sein müssen.

Die Salvatorkirche als Duisburger Stadtkirche gehört zu den bedeutendsten spätgotischen Bauwerken am Niederrhein. Seit ihrer Fertigstellung im Jahr 1415 ist sie eine der besonderen Landmarken der Stadt an Rhein und Ruhr. Gleichzeitig steht sie stellvertretend für viele historische Gebäude, deren energetische Modernisierung nur eingeschränkt möglich ist. Außendämmungen, Veränderungen an der Fassade oder technische Umbauten sind häufig ausgeschlossen oder nur unter strengen Auflagen zulässig. Gerade deshalb gewinnen Lösungen an Bedeutung, die den Ausstieg aus fossilen Energieträgern ermöglichen, ohne den Charakter des Gebäudes zu verändern.

Die Idee, die Kirche an das Fernwärmenetz anzuschließen, entstand auf Initiative von Oberbürgermeister Sören Link, der den Kontakt zwischen den Beteiligten herstellte. Ausschlaggebend für die Umsetzung waren der Wunsch nach einer klimafreundlicheren Wärmeversorgung, langfristige Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Aspekte gleichermaßen. „Die Salvatorkirche zeigt eindrucksvoll, dass Klimaschutz und Denkmalschutz gemeinsam funktionieren können. Wir machen ein Gebäude, das seit Jahrhunderten unsere Stadt prägt, fit für die Zukunft – ohne seine historische Identität zu verändern. Dieses Projekt kann Vorbild für viele weitere besondere Gebäude sein“, sagt Oberbürgermeister Sören Link.

Bislang wurde die Kirche mit einer Gaszentralheizung beheizt. Künftig übernimmt Fernwärme diese Aufgabe. Die Anschlussleistung beträgt 400 Kilowatt (kW). Für die Besucherinnen und Besucher der Kirche ändert sich dabei kaum etwas und sie werden den Heizungstausch kaum bemerken: Die bestehende Wärmeverteilung bleibt erhalten, lediglich der Wärmeerzeuger wird ausgetauscht. „Für uns als Kirche ist die Bewahrung der Schöpfung ein zentrales Anliegen unseres Handelns. Wir haben uns für alle unsere Gebäude die Vorgabe gemacht, bis im nächsten Jahrzehnt klimaneutral zu werden. Mit dem Umstieg auf Fernwärme sparen wir sofort Emissionen ein und können unsere Kirche trotzdem weiter wie gewohnt auch in den kalten Monaten nutzen“, erklärt Martin Winterberg, Pfarrer an der Salvatorkirche und Vorsitzender des Presbyteriums.

Planungen laufen seit Dezember 2024
Die Planungen für den Fernwärmeanschluss der Salvatorkirche begannen bereits im Dezember 2024. Die Bauarbeiten starteten dann Mitte Juni dieses Jahres. Dabei wurde auch der bisherige Gasanschluss zurückgebaut. Parallel erfolgen im Gebäude vorbereitende Arbeiten für die Installation der Fernwärme-Übergabestation.

Die größte Herausforderung lag jedoch nicht unter der Straße, sondern im Gebäude selbst. Aufgrund des Denkmalschutzes durfte die historische Bausubstanz nur minimal verändert werden. Üblicherweise erfolgt ein Fernwärmeanschluss über eine neue Hauseinführung oder – falls dies nicht möglich ist – über ein kleines oberirdisches Anschlussbauwerk. Beides kam bei der Salvatorkirche nicht infrage. Nach intensiven Abstimmungen mit den zuständigen Behörden entwickelte die Fernwärme Duisburg eine individuelle Lösung: Die bestehende Hauseinführung des ehemaligen Gasanschlusses wird künftig auch für die Fernwärmeleitungen genutzt. So bleiben sowohl die historische Fassade als auch das äußere Erscheinungsbild der Kirche vollständig erhalten. „Gerade denkmalgeschützte Gebäude verlangen maßgeschneiderte Lösungen. Dieses Projekt zeigt, dass Fernwärme auch unter schwierigen baulichen Rahmenbedingungen technisch zuverlässig umgesetzt werden kann. Gemeinsam mit allen Beteiligten haben wir einen Weg gefunden, der sowohl den Anforderungen des Denkmalschutzes als auch einer modernen Wärmeversorgung gerecht wird“, sagt Joel Schlüter, der das Projekt für die Fernwärme Duisburg leitet.

Die Salvatorkirche ist dabei weit mehr als ein Einzelprojekt. Sie steht beispielhaft für viele Bestandsgebäude, deren energetische Sanierung nur eingeschränkt möglich oder wirtschaftlich kaum darstellbar ist. Moderne Wärmepumpen können zwar heute auch höhere Vorlauftemperaturen erreichen, ihre Einsatzmöglichkeiten hängen jedoch stark von den jeweiligen Gebäudegegebenheiten ab. Gerade in dicht bebauten Innenstädten, bei denkmalgeschützten Gebäuden oder dort, wo Platz für Außengeräte fehlt, stoßen sie mitunter an Grenzen.

Fernwärme liefert hohe Vorlauftemperaturen
Fernwärme bietet in solchen Fällen oft eine überzeugende Alternative. Sie liefert die erforderlichen Vorlauftemperaturen unmittelbar, sodass bestehende Heizkörper häufig weiter genutzt werden können. Gleichzeitig sind keine sichtbaren Außengeräte erforderlich und Eingriffe in die Gebäudesubstanz bleiben gering. Für viele historische Gebäude eröffnet sie damit einen praktikablen Weg, fossile Energieträger zu ersetzen, ohne den Gebäudecharakter zu verändern. Mit dem Ausbau der Wärmenetze wächst zugleich ihr Beitrag zum Klimaschutz. Während eine Gasheizung dauerhaft auf fossile Brennstoffe angewiesen bleibt, entwickelt sich die Fernwärme kontinuierlich weiter. Bereits heute setzt die Fernwärme Duisburg auf einen Energiemix aus Erdgas, industrieller Abwärme, Biomasse und Großwärmepumpen. Außerdem soll die Wärmeerzeugung ab 2035 vollständig CO₂-neutral erfolgen. Jeder neu angeschlossene Kunde profitiert damit automatisch von der fortschreitenden Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung.

Der Anschluss der Salvatorkirche zeigt, dass die Wärmewende nicht nur in Neubaugebieten stattfinden kann. Auch historische Kirchen, öffentliche Gebäude und andere schwer sanierbare Bestandsimmobilien können ihren Beitrag leisten.

 

 


 

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