Mitmachen bei „Das Ruhrgebiet spricht“ - am Samstag auch in Duisburg

  • 20.08.2025

Duisburg, 20.8.2025
Pressemitteilung Evangelischer Kirchenkreis Duisburg – www.kirche-duisburg.de

„Kümmern sich Politikerinnen und Politiker darum, was Menschen wie du denken?“ – „Hast du manchmal das Gefühl, dass du mit deinen Ansichten nicht mehr in die Gesellschaft passt?“ – „Denkst du, dass zu viel Vielfalt zu Konflikten in der Gesellschaft führt?“ – Diese und ähnliche Fragen, die unsere Gesellschaft zurzeit zu polarisieren scheinen, stehen im Mittelpunkt von rund 150 Eins-zu-eins-Gesprächen, die am 22. und 23. August auf öffentlichen Plätzen in den vier größten Städten des Ruhrgebiets stattfinden. An drei Orten besteht die Möglichkeit einer spontanen Teilnahme.

Unter der Überschrift „Das Ruhrgebiet spricht“ laden vier evangelische Citykirchen in Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen dazu ein, sich in vertraulichen Vieraugengesprächen über unterschiedliche Antworten und Meinungen auszutauschen. Das Ziel, gerade auch mit Blick auf die anstehende Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen: wieder mehr miteinander zu reden, statt immer nur übereinander. Bis zum Schluss der Online-Anmeldung am 13. August hatten sich fast 300 Menschen für das Dialogprojekt registriert, so dass die Initiatoren mit ca. 150 Eins-zu-eins-Gesprächen rechnen. Während in Dortmund (118 Anmeldungen) alle Plätze vergeben sind, besteht in Bochum (60 Anmeldungen), Duisburg (26 Anmeldungen) und Essen (80 Anmeldungen) die Gelegenheit, am jeweiligen Veranstaltungstag kurzfristig und spontan teilzunehmen.

In Duisburg wird für „Das Ruhrgebiet spricht“ am Samstag, 23. August morgens auf der Wiese an der Salvatorkirche alles vorbereitet sein: Angemeldete Teilnehmende werden um 11 Uhr mit dem Akkordeonspiel von Silvester Pece empfangen und treffen dann ihre Gesprächspartner oder Gesprächspartnerinnen, mit denen sie dann ungestört an Stehtischen oder Bistrotischen über ihre gemeinsamen und unterschiedlichen Ansichten reden können. Wer sich noch spontan zum Mitmachen entschließt, meldet sich beim Info-Tisch, wo sich dann weitere Interessierte finden, die kurzfristig hinzukommen und sich auch auf ein Tandem-Gespräch freuen. Stärkung gibt es für alle am Wasser- und Grillstand und beim „Marienkäfer“, dem dreirädrigen Ape-Kaffeemobil der katholischen Kirche, die auch damit die Aktion mit unterstützt.

Pfarrer Martin Winterberg, der als einer der Initiatoren „Das Ruhrgebiet spricht“ nach Duisburg geholt hat, ist überzeugt: „Zuhören verbindet und Verständigung ist möglich“ und fügt hinzu: „Es ist erschreckend wahrzunehmen, dass Menschen meinen, dass man nicht mehr das sagen darf, was man denkt. Es muss gelten, offen zu bleiben auch für andere Meinungen. Somit zuzuhören, seine Meinung zu sagen und in einen Austausch zu kommen, das ist wichtig und dafür wollen wir einen Raum in der Kirche bieten.“ Pfarrer Winterberg lädt herzlich alle zum Dialog vor dem Gotteshaus ein, die sich nicht anmelden konnten und jetzt spontan dabei sein möchten, denn „wie oft reden wir wirklich mit jemandem, der ganz anders denkt als wir?“ Das Ruhrgebiet spricht“ ist dazu eine gute Möglichkeit.

„Das Ruhrgebiet spricht“ will Lust auf echten Austausch machen und die Anmeldung war bewusst einfach gehalten ( https://dasruhrgebietspricht.de/ ): Alle Interessierten haben online ein paar kurze Fragen beantwortet, wie sie zu Themen und Problemen unserer Zeit stehen. Anschließend hat ein intelligenter Algorithmus immer zwei Personen so miteinander „gematcht“, dass möglichst spannende Unterhaltungen zu erwarten sind – weil die beiden Beteiligten gegensätzlich oder zumindest anders über die gestellten Fragen denken. Die persönlichen Eins-zu-eins-Gespräche finden am 22. bzw. 23. August an öffentlichen Orten in den vier größten Städten des Ruhrgebiets statt – unter vier Augen und doch zusammen. Vorkenntnisse oder Vorbereitungen sind nicht nötig – außer, sich offen und unvoreingenommen auf ein vielleicht anderthalbstündiges Gespräch einzulassen.

Die Dialoge finden an zentralen Orten statt:

  • Bochum, rund um die Pauluskirche in der Innenstadt, Freitag, 22. August, 16 Uhr;
  • Dortmund, Opernvorplatz Theater Dortmund, Samstag, 23. August, 11 Uhr – hier ist keine spontane Teilnahme mehr möglich!
  • Duisburg, auf der Wiese hinter der Salvatorkirche, Samstag, 23. August, 11 Uhr;
  • Essen, Marktplatz vor der Marktkirche unter Sonnenschirmen; mindestens 40 Gespräche am Freitag, 22. August, 16 Uhr.

„Wir freuen uns über die große Unterstützung von starken Partnern aus der gesamten Region, die dieses Projekt überhaupt erst ermöglichen. Gemeinsam arbeiten wir daran, dass starke Verbindungen zwischen den Menschen im Ruhrgebiet entstehen und der Dialog unsere Gesellschaft stärkt“, so die Organisatoren des Projekts. „Das Ruhrgebiet spricht“ ist eine Initiative der evangelischen Stadtkirchen in Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen, die das erfolgreiche Format „Deutschland spricht“ der ZEIT Verlagsgruppe in unsere Region bringen. Als Unterstützer wirken mit der Regionalverband Ruhr, die Universität Duisburg-Essen, und weitere starke Partner wie die Evonik Industries AG, die Sparkassen Essen und Dortmund und die Evangelische Kirche in Westfalen. Zahlreiche weitere Institutionen und Organisationen wie die AWO Essen, das Bistum Essen, die Diakoniewerke der vier Städte, Stadtbibliotheken, Volkshochschulen und weitere mehr unterstützen das Projekt tatkräftig. In Essen fördert außerdem das Unperfekthaus das Event.

In Duisburg unterstützen „Das Ruhrgebiet spricht“ die Diakoniewerk Duisburg GmbH, die VHS und die Stadtbibliothek Duisburg und die Katholische Stadtkirche Duisburg die Aktion ebenfalls.

Stichwort: „Das Ruhrgebiet spricht“

„Das Ruhrgebiet spricht“ ist eine gemeinsame Aktion der evangelischen City- und Stadtkirchen in Bochum, Dortmund (in Kooperation mit dem Theater Dortmund und der Diakonie), Duisburg und Essen. Es findet in dieser Form zum ersten Mal im Ruhrgebiet statt. Das Projekt adaptiert das erfolgreiche Format „Deutschland spricht“ der ZEIT Verlagsgruppe: „Deutschland spricht“ vermittelt Menschen, die politisch gegensätzlich denken, in kontroverse Vieraugengespräche. Seit 2017 haben sich bereits mehr 90.000 Menschen für das Gesprächsformat angemeldet. Davon inspiriert, setzen sich die evangelischen Kirchen für eine Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der demokratischen Gesprächskultur im Ruhrgebiet ein: „Gemeinsam machen wir uns in unseren Innenstädten für das Gemeinwohl, eine pluralitätsfähige Spiritualität und eine weltoffene Kultur an den Schnittstellen von Kirche und Gesellschaft stark.“

Berichterstattung
Zu einer Berichterstattung mit Wort und Bild laden wir Ihre Redaktion herzlich ein, bitten jedoch um eine kurze formlose Anmeldung an den jeweiligen Pressekontakt vor Ort (Kontakt siehe unten). Wir bitten um Verständnis dafür, dass Interviews mit Teilnehmenden nur vor der Aktion (Erwartungen) und hinterher (Erfahrungen) möglich sind. Die Eins-zu-eins-Gespräche genießen Vertraulichkeit und können nicht an den Tischen selbst begleitet und verfolgt werden.

Pressekontakt
Verantwortlich: Jan Vicari, Citykirchenpfarrer an der Marktkirche Essen/Evangelische Kirche in Essen, mobil 0152 27521695, Mail jan.vicari(at)ekir.de

Lokale Pressekontakte vor Ort

  • Ev. Kirchenkreis Bochum: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit; Telefon 0234 96290429 und mobil 0151 74451019; Mail Hannah.Praetorius(at)ekvw.de;
  • Ev. Kirchenkreis Dortmund: Stabsstelle Kommunikation und Information, Telefon 0231 22962-368, -374, -778; Mail kui(at)ekkdo.de
  • Ev. Kirchenkreis Duisburg: Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit; Telefon 0203 2951-3706; Mail ev.pressestelle(at)kirche-duisburg.de
  • Ev. Kirchenkreis Essen: Referat für Öffentlichkeitsarbeit; Telefon 0201 22 05-221; mobil 0160 98580483; Mail info(at)evkirche-essen.de

 

Das Bild zeigt Pfarrer Winterberg an der Salvatorkirche – vor der Fahne, die für den Aktionstag „Das Ruhrgebiet spricht“ wirbt -, Foto: Rolf Schotsch

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