Pressemitteilung

Gedenken und erinnern damit sich Geschichte nicht wiederholt

  • 06.11.2025
  • Rolf Schotsch

Am 9. November erinnern wir uns daran, dass das Wohlergehen der einen niemals auf dem Leid der anderen beruhen darf. Das hebt Pfarrer Dr. Christoph Urban in seiner Videobotschaft zum Jahrestag der Reichspogromnacht besonders hervor. „Damit sich Geschichte nicht wiederholt“ fügt der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg hinzu.

Zu sehen ist es auf dem Youtubekanal „Evangelisch in Duisburg“. Infos zum Kirchenkreis, den Gemeinden und Einrichtungen gibt es im Netz unter www.kirche-duisburg.de.

Hier ist der Redetext des Videostatements:

Es waren Nachbarn, Bekannte, Freunde, die am 9. November 1938 an den gezielt herbeigeführten Gewaltexzessen der Reichspogromnacht teilnahmen. Andere Nachbarn und Freunde standen daneben und sahen zu. Nicht alle waren einverstanden – doch kaum jemand wagte, sich dagegenzustellen.

Die Nationalsozialisten waren brutal und gewalttätig – und zugleich feige, sobald ihnen entschlossener Widerstand entgegentrat. Sie redeten von „Volk“ und „Gemeinschaft“, opferten jedoch für den eigenen Vorteil andere: Jüdinnen und Juden, Minderheiten und politische Gegner. Es war nicht das „Recht des Stärkeren“, sondern der Erfolg der Niederträchtigen.

Am 9. November gedenken wir der Opfer dieser Niedertracht. Wir erinnern uns daran, dass das Wohlergehen der einen niemals auf dem Leid der anderen beruhen darf. Das ist heute so wichtig wie damals. Damit sich Geschichte nicht wiederholt.